Vom Geist deS Christenthums. io 3
der Erkenntniß, der Erquickung auch für andre wer-den. (Joh. 4, 14. 7, 38 . 39.) Schöne Bezeichnungdes Zusammenhanges, da vom Lehrer auf seineSchüler, vom Freunde auf seine Freunde, Weis-heit, Thätigkcit, Gewißheit, Freude, Muth undEntschluß übergieng, womit sie späterhin auch an-dere zu starken vermochten. — In eben dem Sinnversprach Jesus den Seinigen seinen Geist, derihn abwesend ersetzen , ja gar v e r k l ä r cn, d. i.ganz ins Licht stellen werde. Erinnern würde er siean Alles, was ihr Freund ihnen gesagt hatte; einGeist des Friedens, den sic an ihm gesehen, desinneren Muthes, der ihn belebt hatte, würde erihnen seyn, gegen den Vcrläumdcr und Verfolgerein kräftiger Beistand. Wiedort, als Josuaund die Aeltesten an Moses Stelle traten, mit derPflicht ihres Amts, auch Kraft über sie kam,ihr Amt in Moses Geist zu verwalten; wie Elisa,um das Geschäft des Elias fortzusetzen, sich dazuseinen Geist erbat: so gehörte zum Geschäft Christiauch der Geist seines Geschäftes, seineWeisheit, sein Muth, seine Hoffnung. „Der An-hauch der Weissagung, der Gesichte, der Gesänge,(sagen die Ebräer,) kommt und gehet vorüber; derGeist der Weisheit aber bleibt bei dem Menschen,ein inwohnender, von ihm unzertrennlicher Freund."Einen solchen versprach Jesus seinen Freunden.
Wo irgend also im neuen Testament an denGeist Christi gedacht wird, da a th m e t M u t h,Hoffirung, Geselligkeit, Liebe undFreude. Es ist ein freudiges Testament, sagt