103 Vom Geist des Christenthums.
ihrer Sprache, die das Leben, die Seele in dermehreren Zahl ausdrückte, machte ihnen denAusdruck geläufig, daß in einem Menschen vielSeelen, viele Leben wohnen. Zu diesem oderjenem Geschäft, sagten sie, kam auf Den, der esthun sollte, der Geist dessen, der ein Meister diesesGeschäfts war und blieb auf ihm oder verließ ihnnach Vollendung des Geschäftes. * *) Die letzte Bittedes furchtsamen Elisa an seinen wegscheidenden Lehrerwar, daß bei den noch schlimmeren Zeiten, die ervoraus sah, Elias Geist, seine lebendige Kraft,zwiefach auf ihm seyn möchte. Dies waren ge-wöhnliche Ausdrücke der sehr einfachen cbraischcnSprache.
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Und im Geist dieser Sprache ist die Geschichteder Gründung des Christenkhums geschrieben. „AlsJesus (sagt sein Freund und Liebling,) unter unswar, schöpften wir aus seiner Fülle; (Joh. r,i6.)hinfort soll jeder seiner Freunde selbst ein Quell
Theil gegeben. Eben wie wenn man ein Lichtam andern anzündet, oder wie ein Mensch denGeruch einer Frucht empfindet, dadurch ihr nichtsabgehet u. f."
*) „Jenem Mann z. B., in welchem Geist war(llMos. 27, 16—21. sagte die Deutung) hatteder Gott der Geister, als er ihn über die Ge-meine setzte, den Geist Aller gegeben, denen ervorstehen sollte, daß er Jedem nach seines HerzensWunsch Math und Antwort geben konnte. U. s.