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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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Vom Geist des C h r i st e n t h u m s. 99

gleichsam Raum schafften, so daß diese Begabtenvon Unbegabten sich wie Könige unterschieden. Lieb-linge Gottes fühleten sie sich; göttlicher Athcm er-guickte sie und erheiterte ihr Antlitz. Mit furcht-samer Niedergeschlagenheit, Traurigkeit und Klcin-mulh, sagten die Ebraer, paaret sich Geist Gottesnicht. Gin freudiger, seiner Sache gewisser Geistist dieser himmlische Athem; wem er entwichen ist,der fühlt sich verworfen von Gottes Antlitz; ihmverschmachten seine Gebeine. (Ps. 5r, 12i5.)Mit Freudenöl ist der Gottbegabte gesalbet.^

(Pf- 45, L.)

3.

Wenn also diese Fülle von Leben und Muth,von Lust und Liebe zu seinem Werk, von Gabendes Geistes und des Verstandes Geist, AnhauchGottes hieß; wie konnte der künftige, heilbrin-gende König anders geschildert werden, als in diesemIdeal, der Menschheit höchstem Charakter?*)

*) Viele Ausdrücke der Schrift vom Sohn Gotteshaben die Idee eines Lieblinge s der Gott-heit, als eines Ideals der Menschheitzum Grunde. Jede Nation dachte sich ein solchesIdeal in eignen Zügen; die Ebräcr auf ihreWeise. Sohn Gottes heißt ihnen GottesLiebling, und das Luininuni der Kräfte, dieihn belebten, heißt ihnen Gottes Geist,(Anhauch, Beistand.) Der Vie lg el i eb t e, derBielbegabte, der durch seine Gaben vor allenAusgezeichnete, d. i. mit dem Siegel Got-tes Besiegelte, ist ihnen Gottes Sohn undLiebli ng. (Matth. 3 , 17. Joh. 3 , 27. s.)

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