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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
90
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go Vom Geist des ChristenthumS.

Geistes zu rechnen wagte: denn nichts hat den Na-men der Christenheit so sehr vcrunehret als diefromme Lüge. Sie hat die Wahrheit selbst zur Lügegemacht, indem sie die Lüge zur Wahrheit machenwollte.

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Kann man cs leugnen, daß jetzt Manche dengemeinen Christenglauben mit der griechischen undpanischen Glaubwürdigkeit für Eins halten? undbeinahe für gewiß annehmen, daß jedermannheuchle, daß im Christenthum Niemand sein Glau-bensbekenntniß glaube, als etwa die dumme, soge-nannt - ehr i stl i ch e Einfalt.

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Aufrichtigkeit werde also auch hier der Grundder zu untersuchenden Wahrheit, und sofern sich die-selbe aus der Schrift ableitet, müssen wir zuerstüber folgende Grundsätze Eins seyn:

1. Was wir die Bibel des alten Testamentsnennen, ist eine Sammlung morgcnlandischer Schrif-ten , die, einem großen Theil nach, in die Kind-heit der Welt gehören. Zn den damaligen Zu-stand des Menschengeschlechts und des Volks, unterdem sie geschrieben sind, müssen wir treten, wennwir von dem, was ihnen Geist Gottes war,reden hören. Denn alle Geschichte sagt uns, daßgerade in dem, was verschiedene Nationen und Zeit-alter Geist und göttlich nannten, die größesteEigenheit herrsche; mithin Ausdrücke solcher Art aufsGccalhcwohl nach unsccm Sprachgebrauch oder nach