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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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Vom Geist des ChristenthumS.

12 .

Wenn das Auflegen der Hände zumAmt des Geistes gehört, wie viel Unwürdige habenim Lauf des Christenthums Unwürdigen die Händeaufgeleget! Wie mancher Würdige mußte sie Un-würdigen, wie mancher Unwürdige durfte sie,blos seines Ahnen-Geschlechts und Ranges wegen,dem Würdigsten auflegen! Gottesläugucr habenChristi Stelle vertreten und über Himmel und Höllegewaltet. Und doch ist unbegreiflicher Weife dieseangeblich - ununterbrochene Succcssion desHände-Auflegens ein Vorzug geworden, denma» nicht genug zu rühmen weiß, ein zweiter Fels,auf den die Gemeine erbauet worden! Ach, einverwitterter Fels; eine Kette von wie manchen un-reinen Händen! Wer bei allen Weihungen, die ge-schahen , die Gedanken derer lesen könnte, die wei-heten und die geweihet wurden; ein sonderbaresBuch würde er lesen."

i3.

Endlich die Gesichte und Offenba-rungen, deren sich, als einer bleibenden Geistes-gabe, die Kirche auch rühmte, wohin laden sie uns?Zsts ein Elysium, das sich uns im großen Verfolgder Zeiten immer mit Stimmen aus einer bessernWelt öfnet? oder ists nicht oft ein Pandämonium,ein Gebürge voll panurgischer Zaubcrhölcn?Wessen Herz ward nicht vom innigsten Mitleid durch-drungen , wenn er die Geschichte der Visionen undInspirationen, der Weissagungen und Deutungen