8o Vom Geist des Christenthums.
als Thatsachcn erzählet. (Apost. 8, 24—18. 19,6.)Das Auflegen der Hände ward ein ordentlichesMittel christlicher Beglaubigung, (Apost.6, L. r Tim. 5 , 22.) und hat sich als Gebrauch derKirche bis auf unsre Zeiten erhalten." —
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„Und wie viel Aberglauben erhielt sich an die-sem Gebrauche! Wie mancher Betrug ist dadurchbewirkt und befestigt worden! Man hat einen bitternStreit darüber geführet, wie lange der christlichenKirche Wundergaben geblieben seyn? und zürnte denensehr, die sie nicht für immerdaurend annehmen woll-ten; indessen darf man nur die Zeugnisse von ihnenin den sogenannten Kirchenvätern und den Schrift-stellern später Jahrhunderte lesen, um sie wederzurückzuwünfchen, noch den Glauben an sie zu be-neiden. Mit wie gewaltsamen Zubereitungen wur-den die Dämonen ausgetrieben ! mit welchen Stim-men und Gebehrden fuhren sie aus! — Ucberdem,wer durch Besprechung Krankheiten wegnehmen kann,vermag (so glaubte man) durch Besprechung sie auchzu geben; eine fürchterliche Vollmacht. — Vollendsdie Gabe der Sprachen in jenen barbarischen Jahr-hunderten, wer wollte sie annehmen, wenn sie ihmauch geschenkt würde?" —
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„Und dies, (fährt man fort) nannte man Gabendes Geistes? dies machte man zum untrüglichenKennzeichen, zum unentbehrlichen Beistände derchristlichen Kirche? Wer an diese Mirakel nicht
glaubte,