79 Bom Geist des Christenthums.
thums ist von der Zeitenfolge also nicht nur nichtbewährt, sondern gerade widerleget worden, so daßin allen Sekten und Confessionen etwa nur derschwärmerische und ungebildete Theil auf eine der-gleichen Zukunft noch hoffen mag." —
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„Wie das Christenthum anffeng, so, sagt man,gieng es fort, mit Schwärmerei und Aberglauben.Durch einen Anhauch hatte der von den TobtenErstandene seinen Erwählten eine göttliche Machtverliehen, Sünden zu erlassen und zu behalten;(Joh. 20, 22. 23 .) sie bedienen sich dieser Gabe.Zu Jerusalem warten sie aus eine sichtbare Ankunftdes Geistes; dieser kommt mit dem Hauch eines ge-waltigen Windes. Sie sehen oder man sichet anihnen zertheilte, feurige Zungen; ungelernte fremdeSprachen reden sie, begeistert. (Apost. 2.) Eine Theo-phanie und Theurgic nach dem jüdischen Begriff da-maliger Zeiten. — Und von jetzt an lhun die ApostelWunder; sie reden, beschließen, gebieten, verwünschendurch Macht des Geistes. Ananias und Sapphirastürzen todt zurück, weil sie den Aposteln eine unvoll-ständige Anzeige ihrer Güter gethan; sic hatten nichtMenschen sondern Gott gelogen. (Apost. 5 , i— ii.)Man legt Kranke auf Betten und Bahren, daß,wenn Petrus käme, sein Schatten etliche überschat-tete. Man bringt Kranke und die von bösen Geisterngeplagt waren , vor die Apostel, und sie wurden allegesund. (Apost. 6, 14 — 16.) Welche Zeit, sagt man,des guten Zutrauens, d. i. des Glaubens und Aber-glaubens, oder andrer frommen Künste! „Das Volk