Vom Geist des Christenthums. 77
auch seine abergläubigen Landesleute. (Luc. 11, 19.9, 49.) Das Exorcisiren war damals ein berühmtesGewerbe; daher die Wunder Christi bei den Verstän-digem der Nation wenig Aufmerksamkeit erregten.(Luc. rr, i 9 .) Im Ton des gemeinsten Volksglau-bens sind diese Wunder erzählet, (Marc. 6, 5 . 6. 7.1,34. Luc. 6 , 7.19. K. 8, 16. Matth. 3 , 9 — 13 .)und in den ältesten Evangelien wird Christus beinahals ein umherziehender Exorcist und Thavma-turg geschildert." (Marc. 1— 9 . Apost. 10, 33 .)Geist der Geschichte einer abergläubischen Zeit!" —
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„Die Gabe der Weissagung dieses Propheten,(fährt man fort,) erscheint in eben derselben Gestalt.Denn wäre die Verkündigung vom Untergange Je-rusalems und des jüdischen Staats auch wirklich,wie sie erzählt wird, geschehen; so ist doch die mitihm verbundene zweite Erscheinung des Messiasin Macht und Herrlichkeit unerfüllet geblieben. Somanche Kunst man angewandt hat, beide Begeben-heiten zu trennen, oder die Eine nur allegorisch zuerklären, so steht doch die Erzählung der Evangeliendieser Deutung gerade entgegen. (Matth. i 3 , 40.16, 27 — 3 c>. 24,29 — 91. 29 ,i — 46. Marc. 1 3 ,23 — 37. Luc. 21, 8—16.) Der Prophet, der inEinem Stück wahr sprach, irrete also im andern,so daß seine Apostel, die eine zweite Zukunft ihresHerren lange und oft verkündigt hatten, zuletztschon bei ihren Lebzeiten das Ausbleiben desselbenentschuldigen müssen. (1 Thessal. 9 . 2 Thessal. 2.2 Petr. 3 .) Dt4 Geist der Weissagung des Christen-