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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
76
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lind sinnlichen Trägheit eine Ankunft des Lichts,eine frohere Thäligkeit, einen ausgcbreitetern, festerenWohlstand versprochen, und diese Bilder einer glück-lichen Zukunft, nach veränderten Zeitumständen, inHelle und hellere Farben gemahlct. Da von einerguten Einrichtung des Staats hiebei das meiste ab-hängt, so ward diese Befreiung und Heilbringungeinem künftigen Regenten zugetraut, der wirklich

, ein Retter des Volks würde.-Ist

von Judäa aus ein solcher Regent erschienen? DemGesalbten, den ihr dafür erkennet, wußte man mitungewissen und schwankenden Bezeichnungen blosein geistlich Reich zuzuschreiben, das man aufsneue in die Zukunft setzte. Man sieng also, stattklare Erfüllung jener Weissagungen zu zeigen, dasLied der weissagenden Hoffnung wieder von vorn an."

3 .

,,Da dieser Geist der Weissagung durch Rednerans Volk gesprochen hatte, so sollte der zukünftigeGesalbte auch ein mächtiger Prophet seyn. Isteuer Jesus ein solcher gewesen? Seine Beredsam-keit bestehet in kurzen Sprüchen und Gleichnissen,oder in Ausrufungen und Jmprecationcn. Wohlklangder Psalmen, die Pracht Jesaias, der Scharf-sinn der Bücher Salomons ist ihnen fremde; mitder Beredsamkeit der Griechen und Römer lassen sichseine Reden gar nicht vergleichen. Und was dieMacht prophetischer Thaken betrisc, hat er dasVolk eingerichtet wie Moses? Thac er Wunder wieElias? Er treibet Teufel aus, macht Kranke gesund;das alles thaten, nach eignem Bericht der Evangelisten,