66 Regel der Zusammenstimmung
die griechische Kirche) an der viele bisher verzweifel-ten, nicht nur möglich, sondern selbst bis auf diekleinsten Umstande der Divergenz genetisch ge-geben; eine Symphonie, in der jeder Stimme ihrTon, ihr Character bliebe, in der man nichts ver-tuschen, nichts hinüberzwingcn dürste; in der sichalles an Stelle und Ort belehrend erkläret. IhrKanon ist einzig und allein die Ent-stehung dev Evangelien selbst nach Ortund Zeit.
19. Kanon derSymphonie der Evan-gelien.
I. Gemeinschaftliches Evangeliumzum mündlichen Vortrage auS der Schule der Apostel
xoevov, AeöllcoxoiXe« aTro^oXwn, öei^-rwv 7ik7iXi)p«/ixvcov u. f.) Es war natürlicherWeise syr 0 - ch a l d ä i sch gedacht, abgefaßt, undward, bis das Ehristenthum unter die Griechen kam,so vorgelragen. Es ist die Basis aller unsrer Evan-gelien, die sich größtentheils auch im Ausdruck daranhalten ; es ist in allen Evangelien deutlich erkennbar.Den nächsten Begriff davon giebt uns unser Markus.
II. Das Evangelium der Hebräer.Zwanzig und mehr Jahr später, in Zeiten der Ver-folgung und des tieferen Verfalls der jüdischen Na-tion ward es in Palästina, als ein Meßias-Erweis verfasset; vielleicht das erste schriftlich-bekanntgemachte Evangelium. Wir kennen esaus Anführungen und Fragmenten; reichlicher aber,obgleich mit großen Veränderungen, aus unsermMatthäus. Dieser ist seine freie. Uebcrsetzung; nochfreier Hots Lucas gebrauchet.