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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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62 Regel der Zusammenstimmung

alte Kirche kennet sie gar nicht, und der Anblickder Evangelien selbst widerspricht ihr. So verschie-den sie von den scharfsinnigsten Männern modisicirtist, so wenig befriedigt sie, indem sie vielmehr dieAntiphonien häufet. *) Das Evangelium verbürgtsich selbst seine Originalität; die ersten Kapitel derApostelgeschichte sind sein lebendiger Eommentar.Auch läßt sich Zug für Zug Grund angeben, warumhie und da die andern Evangelisten in ihrem Ge-sichtskreise diesen Protologen verließen; dagegen,warum Er spätere Evangelisten verkürzt und beraubthaben sollte, sich nicht erfinden laßt. Bon Anfängeseines Amts mußte ja der Schüler und BegleiterPetri ein Evangelium wissen, das er erzählte;durfte er es so zwecklos, arm und dürftig vonandern, und von seinem jüngeren Mitwerber LucaScompiliren? War Markus so arm, daß er das Vor-zügliche in Lucas nicht bemerkte?

10. Nicht also nur ist Markus ein eigner Evan-gelist, sondern auch das uns einzige Richt-maas von dem, was in andern Eom Po-sitionen zu ihren Zwecken hinzugesügtworden. Wie ist eine Vergleichung möglich, ohnegemeinschaftliches Maas? und wenn man diesesaufgegeben, was blieb zum Vergleich übrig, alsPhantasie oder eine immer nachgebende Lesbische

*) S. Uslkslt dloinrnentsi. äs origins IV, Lvsn-Kklioriini, 6örrinA. 1794. Eichhorns allgem.Bibliothek, B. 5. St. 5. 6. wo die Sache mi,tkritischer Genauigkeit vors Auge gelegt ist.