unsrer Evangelien. 61
Briefe verbürgt sich Petrus also. (2 Petr, 1, 16-18)
8. Und da Markus, Petrus Zögling, (r Petr.5 , i 3 .) einer der frühesten Evangelisten war,unter wessen Namen können wir diesen frü-hesten Umriß der Evangeliensagen eher erwarten, alsunter den Namen Markus und Petrus? Gerade istsalso. Das Evangelium Markus enthalt augenschein-lich den kürzesten, schlichtesten, einen unausgearbei-teten Umriß der Dinge, die im Evangelium erzähltwerden sollten. Es enthalt ihn auch im Ausdruckund den Uebergangen auf die kunstloseste, pri-mitive Weise; gleichsam das erste Gebildes7i(>wroirX«azl«) der Evangeliensage, ihrlebendiger palästinischer Archaismus. Nochathmet es den Geist jener Hoffnungen, in denenPetrus und die Apostel zuerst (Apost. r — 12.) zurjüdischen Nation sprachen , und hat die harten Aus-drücke andrer Evangelien gegen sie nicht. Es ist dieschmucklose Mittelsäule der andern, ihr ungeziccterGrundstein ; Zeuge dessen, was als historisches Evan-gelium zuerst in die Welt kam. (Ti^orcrxrexovTr^oo'Qnov
9. Markus ist also ein eigenes Evan-gelium; kein Auszug aus Matthäus, keine Com-pilation aus Matthäus und Lucas. Schon nachallem, was wir von Markus wissen, (Apost. 12,a2. 26. i 5 , 3 g. r Petr. 5 , i 3 .) was uns die ver-schiedene, weitverbreitete Sage der Kirchengeschichtevom Ursprünge dieses Evangeliums und überhauptvom Verhältnis Markus und Petrus erzählt, istdie Hypothese der Compilation unerwartet. Die