unsrer Evangelien.
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den, der beide Freunde trennte; (Aposi. r5.) undLukas trat fortan bei Paulus in die Stelle Markus,eines altern Evangelisten. Wie Lukas seitdem einigezwanzig Jahre dem Paulus treu blieb, wird Mar-kus auch dem ebräischen Apostolat des Barnabas undPetrus treu geblieben seyn. Petrus und die allge-meine Sage sagt: „er ists geblieben." Jedermannkennet den freundschaftlichen Zwist beider Parthcien,der Juden- und Griechcnapostel, der aus Paulusund Petrus Briefen selbst klar ist. Und wenn Mar-kus , (wie die Sage sagt,) auf Petrus oder andererWunsch, sein altes palästinisches Evangelium be-kannt macht; warum sollte der gewandtere LukaSnicht daher Anlaß nehmen, eine eigentlichereGeschichtserzählung zu bearbeite»? DieBilligung des Protoapostels hatte cs vielleicht be-durft, das erste griechische Evangelium zuevulgircn; da dies da war, warum sollte nicht eingenaueres folgen? Denn das sähe doch niemandbesser, als der vieljährige Begleiter Pauli, derHellenist Lukas, daß das im ältesten Styl gedachtekurze Evangelium Markus, oder wenn cs übersetzt wür-de, das Evangelium der Ebraer den Griechen, die erbesser als Markus kannte, nicht gnügen könnte.Er ging also ans Werk, blieb selbst den Wortenseines Freundes treu, wo es die Sprache erlaubte,that aber hinzu, erleichterte, ergänzte und schriebfür Hellenisten eine lesbare Geschichte.Gewiß ein nicht unrühmliches Verhältniß zwischenbeiden Schriften, das in ihnen selbst manches auf-klärt.
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Und warum sollte Lukas das Evangelium derHebräer nicht gekannt haben, wenn es da war?