Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
51
Einzelbild herunterladen
 

unsrer Evangelien.

ü r

frei von jeder drückenden Veranlassung, heiter undruhig. Daß er auch lesbar und angenehm schreibenwollte, ist augenscheinlich.

7-

Lukas schrieb also ganz hellenistisch.Dem alten Evangelium blieb er, wie möglich, auchin Worten treu, und konnte nicht anders als imWesentlichen ihm treu bleiben: er milderte aber

hie und dort, knüpfte in Uebergangen die syro-chal-daischc Erzählung zusammen und kleidete überhauptgefälliger ein. Wenn sein Theophilus in Alexandrienlebte, so hatte er dazu alle Ursache. Ein Evange-lium der Hebräer, wie es in der Ursprache gewesenscyn muß, war diesem gewiß in Vielem fremde undunbefriedigend; für ihn mußte Lukas, wie erschrieb, schreiben.

8 .

Dazu kommt, daß er hier nicht Evangelist, (derals Diener des Worts etwa nur beiläufig erzählte,)sondern Geschichtschreiber scyn wollte,(i, 3.) Ein edles Unternehmen, das er rühmlichausgcführt hat. Außer der Zeitbestimmung und denlehrreichsten Parabeln haben wir ihm in den Bege-benheiten selbst die nolhwcndigstcn Erläuterungen zudanken. Ohne Lukas beide Schriften schwebte derUrsprung des Ehristenthums gleichsam in der Luft,ohne Anfang und Ende; eine jüdische Erzählung.Unser Hellenist wollte die palästinische-Erzählung infreien Weltlauf bringen und mit ihm verbinden.

D ?