44 Regel der Z usa m me n sti m m u n g
Das Verbot z. B. „die Jünger sollten Samariennicht berührendie Betheurung, „er sey nur fürIsrael gekommen;" viel harte Worte gegen seineGeneration und die Schristgelehrten (Matth. 10,5 . 6. i 5 , 23 . 24. 7, 24 — 3 o. Kap. 12.16.21 — 24.)finden sich bei Markus nicht, bei Lucas milder.Die Exorcifation des Hohepriestcrs, als Christus vorGericht stand, (Matth. 26, 63 .) die Zusicherung:„ihr werdet mit mir sitzen auf zwölf Stühlen, diezwölf Stamme zu richten," (19, 28. 29.) andremächtige Ausdrücke, die der König und Richter derWelt sprach, hat Markus nicht. In Matthäuserscheint er als solcher bis zur letzten Zeile desBuchs: „mir ist gegeben alle Gewalt: ich bin beieuch alle Tage bis an der Welt Ende." Es lagalso im Plan dieses Evangeliums, stark zu zeigen,daß Christus allerdings eine ewige Gemeine habegründen wollen, daß ec sie unerschütterlich ge-gründet habe. (9, 36 — 33 . 16, r 3 — 28. r6, i 5— 20. 28, r8 — 20.) Niemand kann gewisser sei-ner baldigen zweiten Wiederkunft zuErrichtung seines Reichs sepn, als derChristus, der bei Matthäus redet. Die Verwerfungder jüdischen Nation stehet beschlossen, säst schonals geschehen da; ihr Ende eilet.
Nimmt man diese und mehrere Anzeigen zu-sammen, so wird offenbar, daß das Buch in Zeitenverfaßt sey, da jene erste Hoffnung einer Verbrü-derung des Christcnthums mit dem Judcnthum ver-schwunden, und diesem sein Sturz nahe war. SeinInhalt giebt, daß es unter dem Druck derVerfolgung geschrieben und sein Zweck sey,