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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
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42 Regel der Jusammenstimmung,

Jesum. (Matth. 11.) Markus hat diese nicht;er hat auch das Wunder nicht, das, nach der erstenRede Jesu, alle folgende Wunder groß ankündigt,das heilbringende Wort, das auch indie Ferne wirket. (Matth. 8, ii 3 ,) Ab-sichtlich stehet cs bei Matthäus an dieser Stelle,indem dabei einem Kriegsmann, einem Fremden,einem Heiden das Bekenntniß von einer MachtChristi in den Mund gelegt wird, die alle Wundereinleitet. *) Die andern alle, von der verschieden-sten Art, führt dies Evangelium gewöhnlich kürzerals Markus an, mit beflissentlicher Auslassung,oft mit Verstärkung der Züge. Mehrmalssind, wo Markus Einen Kranken bemerkt, beiMatthäus Zwccn da; das Kind JairuS, das beiJenem sehr krank ist, ist bei diesem gestorben.Ueberhaupt wählt Matthäus bei Wunderdingen im-mer die stärksten Farben. Wenn z. B. bei Markusein weißgekleideter Jüngling (ohne Bestimmung,daß es ein Engel gewesen,) sich im Grabe Christi

*) Ohne Zweifel ist dies die Ursache, warum Mat-thäus ein von andern früher erzähltes Wunder,das er nicht übergehen wollte, weil es zur apo-stolischen Geschichte gehöret, später anführt.(Matth. 8,.) Sein Plan foderte, daß jenesin der Ferne wirkende Genesungswort mit demBekenntniß eines Heiden voranstünde. Schonendgegen die Nation hatte das kürzere Evangeliumdies Wunder mit dem harten Ausspruch Christigegen die Juden (Matth. 8, iois.) nicht an-geführet.