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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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unsrer Evangelien. 41

die des k 0 m m e n d e n Reichs werth sind. Zer-streuet trugen sich diese Reden Christi umher, wiesie auch Lucas zerstreuet anführt; die Zusammen-stellung in Matthäus, und zwar an diesem Ort,hat die offene Absicht, hier den wahren Lehrerdes Volks, und den Lehrer der Lehrer zuzeigen, durch den Licht aufgehen soll unter denVölkern, durch den die Religion der Herzcns-cinfalt und Redlichkeit den Menschen wlc-derkommen sollte. Zusammcngeceihet und veredeltsind hier die sinnreichsten moralischen Sprüche, auchsolche, die aus dem Munde der Weisen in der Na-tion populär umhergingen;' sie stehen in einer nachjüdischer Art überdachten Ordnung da, *) abgeson-dert in Theile, mit einem Epiphonema am Endebegleitet. Wer sie zusammen setzte, that sein Be-stes, den verheißnen Lehrer der Welt in Er-richtung des inner» Gesetzes kräftig zuzeigen.

Siebentens. Ein großer Wunder-thater sollte der Messias seyn; derSpruch Jesaias (35, 5.) ward hierauf gedeutet.Also deutete ihn auch das Evangelium darauf, undordnete die Exposition dessen zur schicklichsten Gele-genheit, der G e sa n d tsch a ft I oh a n n e s an

*) S- Schottgens Imrns Ldr., der sie Theilseinzeln, Theils der Ordnung und Dispositionnoch am besten dargestellt hat. Man vergleicheim Talmud die Sprüche der Vater undandre Sentenzen.