unsrer Evangelien.
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vor der Heimhclung Josephs sich schon schwangergefunden, das ganze Ecschlechtregister Josephs ent-behrlich zu machen, der ja sonach nicht der VaterEhristi war; eben aber diese schmucklose Zusammen-fügung beider Rücksichten zeigt, daß dies Kapiteleiner Zeit zugehöre, in welcher nebst der Königs-abstammung die wunderbare Empfäng-niß Christi auch ein angenommenes Messias-Kennzeichen war. Im Sinne der alten Welt in-sonderheit Orients war es nämlich, außerordentlichegöttliche Menschen vom Himmel entsprossen,wunderbar empfangen und geboren zuglauben und zu preisen. *) Auch in der keuschestenEhe mußten Traume, Erscheinungen zu Hülfe kom-men, um die höhere Bestimmung eines solchen Kin-des zu bezeichnen. Und hier, dieses in tiefster Ar-muth gebornen Kindes? Gewiß dachte der Evan-gelist nicht daran, daß einst diese G l o r i fi c a t i o nder Maria, dem Joseph, dem Kinde selbst zumSpott gereichen sollte, sowenig die Christenheit mitihrem lauten Bekenntnis eines vom Geist em-pfangenen Christus sich dessen zu schämen,oder ihren Herren zu entehren glaubte. -Mußte Jo-hannes nicht schon in Multerleibe mit dem heiligenGeist erfüllet werden, wenn er Der seyn sollte,der er war? Die Stimme der Mutter, deren SohnEr ankündigcn sollte, mußte ihm den ersten Mo-ment des regen Lebens geben, (Luc. i, 44.) zumZeichen, daß er nur für ihn geboren, für ihn da
*) S. die bei Wetstein angeführten Stellen.
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