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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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unsrer Evangelien.

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in den ersten Wochen und Jahren in Palästina derbeste Ausdruck gewesen war, blieb cs deshalb nichtbei vermehrten Rücksichten in jedem andern Kreise.Lasset also weggcsallen seyn , was wegsiel; uns warcs entbehrlich. Auch manche Apokryphe mag wahreUmstande enthalten; wozu aber wäre uns ihr Ge-winn brauchbar?

2. Wenn also unser griechische Matthäus eineForm gewann, die der griechischen Sprache und derweit verbreiteten Christenheit geziemte, dabei aberin ihm gewiß beibehalten ward, was beibehaltenwerden konnte, wie wirs aus dem Reichthum diesesEvangeliums gegen Markus und Lukas sehen: so

zeigt eben dieser Reichkhum , (die zwei ersten Kapitelnicht ausgenommen, *) sich als einen Zuwachsnach neueren Bedürfnissen, als denreichergeflochtcncn Kranz spaterer Jahre. Wer diesenKranz geflochten, wer es gewesen, der jenen früherenund kürzeren Umriß, der allen unfern Evangelistenzum Grunde liegt, zu diesem vollständi-geren Evangelium **) ausgearbeitet, wissen wir

*) Wenn gleich, nach Epiphanias, die Ebioniten dieseKapitel nicht annahmen, so hatten sic doch dieNazaräer; auch Justin cilirt sie häufig. Ihrganzer Inhalt vom Eeschlechtsregister an dis zurFlucht nach Aegypten ist ganz jüdisch, ebraisch,palästinisch.

So nennet Epiphanius (lisero8 ag. ,§. g.) dasEvangelium der Nazaraer! sc -ro xac« Z/nr-Herderö Werke z. Rel. u. Lheot. XII. E