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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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28 Regel der Zu s a m m e n sti m m u n g

r. War, wie man annimmt, das Evangelium,aus welchem Hieronymus, Origenes, Justin u. f.Stellen anführen, das Original unsres Matthäus:so haben wir ihn sehr verändert. Man gehe allevon diesen Vätern ohne Absicht hierauf angeführteStellen durch; und man kann sich kaum eine freiereDiscrcpanz denken. Nach Maßgabe dieser Stellenmüßte mit jenem Text eine Metamorphose vorge-gangcn seyn, nach welcher man unfern Matthäusschlechthin nicht mehr die Uebersetzung Jenesnennen konnte. Wie viel Dank waren wir demOrigencs oder Hieronymus schuldig, wenn sic unsdies hebräische Evangelium erhalten, oder über dessenBeschaffenheit uns gnüglich belehrt hätten!

2. So cbraisch unser Matthäus gedacht undgeordnet ist, so ist doch seine Schreibart griechischerund gerundeter als des Markus. Und so alt derGrund seines Evangeliums seyn muß, so jung scheintdoch manches in ihm, wenn man ihn mit diesemvergleichet. Bei weitem z. B. ist in ihm Judäa dieSchonung nicht erwiesen, die in den ersten Vor-trägen die Apostel selbst, und auch Markus zeiget;die härtesten Aussprüche gegen die Nation über ihrevöllige Verwerfung stehen da; sogar wirdnamentlich der letzte Blutzeuge genannt, der inihrem Tempel als in einer Mördergrube umkommcnsollte, und nach Josephus wirklich umkam. Wäremit diesem, wie man annimmt, auch der langst

els oriAiiio IV. LvLNAkl. Eichhorn'sBibliothek, Band 5 . St. 5 . 6. u. f.