unsrer Evangelien.
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ist an der Verwandtschaft dieses Evangeliumsmit unserm Matthäus kaum zu zweifeln. Daß diesirganz jüdisch gedacht habe, daß seine Grundlage mitMarkus Eins sey, und daß dies gemeinschaft-liche Evangelium auch dem Lucas zum Grundeliege, ist unverkennbar. Selbst Johannes Erläute-rungen werden uns hie und da nur dadurch ver-ständlich, daß wir uns dies Gesammt-Evan-gelium, auf welches er oft anspiclct, angenommenund verbreitet denken.
Fast ist man also der Meinung geworden, daßUnser Matthäus eine vollständige Ueberse-tzung des hebräischen Evangeliums sey.Da man dies nun gewöhnlich sich als das Urevan-gelium denket, und, weil unser Matthäus demMarkus breit voranstehet, man von Jenem zu die-sem hinüber kommt, auch dem Apostel vor dembloßen Evangelisten den Rang cinräumet: so hatsich, indem man diesen zum Nachtreter machte, statteiner vielstimmigen Eintracht, in der Eintracht selbstjener Zwist entspannen, bei dem man behauptendarf, daß ihn beizulegen auf den gewöhnlichen We-gen der Conciliation Alles versucht sey; und daß,wenn cs keinen andern Pfad, keine andre Regelder Zusammenstimmung gäbe, alle Harmonisirungder Evangelisten ein vergebliches Werk sey. Durchein gutes Schicksal sind in neueren Jahren die Dis-harmonieen der Evangelisten so laut zur Sprachegebracht worden, *) daß uns die Dissonanz selbstzuzucufen scheint! coowonräia! — Also:
*°) Wolfenbüttetsche Fragmente, -Hierokles, Celsus,