26 Regel der Zusammenstimmung
der erfüllen, als wenn ec sich in seine Jugcndjahrezurücksetzte, und den Entwurf, den er einst zuseinem Amt empfangen, der ihn auf feinen Reifenbegleitet, dem gemäß er seinen Apostel das Evan-gelium verkündigen gehört, dem gemäß ers selbstviele Jahre verkündigt hatte, andern, unbefangenmittheilte? Eines Geheimnisses hatte diese Geschichtenie bedurft; jetzt war sie allverbreitet.
II. Matthäus.
In diesem Evangelium ist Neues und Altesunverkennbar. Sein Grund ist, nebst Markus,gewiß aus der ältesten Quelle: denn warum wolltenwir in einer historischen Sache abermals der allge-meinen Sage nicht glauben, daß in Palästina einsyro-chaldäisches Evangelium unter dem Namen Mat-thäus da gewesen? Und, da was von diesem Evan-gelium, wiewohl zum Theil in späten Zeiten ange-führt wird, auch was Justin, der geborne Pa>a-stinec, aus sogenannten Denkwürdigkeiten der Apo-stel anführt, aller Abweichungen ungeachtet, sichtbardoch mit unferm Matthäus übereinkommt;*) so
*) S. Stroths Abhandlung im Eichhorn scheuRepertorium Lh-I. Vom Evangelium der Ebräersind in Richard Simon, Grabe, Fabri-tius, Milt, Wetstein, Michaelis undin jeder neueren Einteerung zum N. T. die be-kannten wenigen Nachrichten zu finden. S. auchC. F. Webers Beirräge zur Geschichte des R.L. Kanons, Tübingen 1790.