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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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unsrer Evangelien.

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Petri (/^(wova/renorg Tlrnga) genommen, *) daherman cs sogar das Evangelium Petri nannte. Wanner es griechisch bekannt gemacht, fragen wir jetztnoch nicht; genug in seiner syrochaldaischen Abfas-sung war es der Entwurf, nach welchem er alsEiner der ersten Evangelisten (gewiß also schon vomJahr Christi 40 an,) die Geschichte erzählt hatte,und da er diese von niemand, als den Aposteln ver-nommen haben konnte, so lassen wir ihm den altenEhrennamen des Evangeliums Marci undPetri.

9. Warum wollten wir also auch der alten,weitverbreiteten Tradition nicht folgen, daß, daPetrus, sein Ende vorausschend, den Gemeinen einAndenken von sich nachzulassen versprochen, (2 Petr.1, i 5 .) **) und weil er dies gewiß selbst nichtschreiben konnte, seinen liebsten und ältesten Schüler,den Markus, dazu ermuntert, Markus das Ver-sprechen erfüllt habe ? Wie konnte crs unanmaßen-

*) Papias, Irenaus, Clemens, Origenes, Tertullkan,Eusebius, Hieronymus u. f.

**) Falls der Brief auch nicht von Petrus wäre, giltdoch die uralte Tradition. Und warum wäre ernicht von ihm? Die von manchen gefundenestill äiüsonautia vom erste» Briefe ist theilsunersichrlich, theils nicht beweisend. Mit Rechtist er als ein Brief Petri angenommen und mei-nes Erachtens zu Erweisung seiner späterenDenkart ein schätzbarer Brief.