unsrer Evangelien.
Wunderumstande, die gewiß eine spatere Sageverraihen. (Matth. 27, 52 . 53 . 62 — 66.) Des-gleichen ists merkwürdig, daß im Evangelium Mar-kus, des geliebten Sohnes Petri, (r Petri 5 . r 3 .)sowohl d i e Stellen fehlen , die Vorwürfe gegendiesen Apostel, als die seine Vorzüge enthalten.(Matth. 14, 28— 3 i. 16, 17—20. 27,24 — 27.ig, 28. 23 , 2r. 22. 26, 52 — 54.) Die Geschichteseiner Verlaugnung aber ward nicht verschwiegen.(Marc. > 5 .)
5 . Je mehr man lns Eigne des Ausdrucks,der von Markus angeführten Namen, seinerdurch kleine Umstände belebten Erzählung eingehet,desto einleuchtender wird in ihm eine von unsermMatthäus und Lucas unabhängige Origi-nalität, und wenn man den Ausdruck gebrau-chen darf, ein Archetyp d e r E r z a h I u n g.Weit umfassender ist die Ansicht der Dinge in un-serm Matthäus und Lucas; nach allen Regeln ei-ner gesunden Auslegung also muß ihr Neues alshinzugefügt, nicht als von Markus ausgelassen be-trachtet werden.
6. Ohne Zweifel hatte Markus seinen Unter-richt in der Landessprache empfangen; daß unsregriechische Uebersetzung mit ihren für Ausländer ein-geschalteten Erklärungen einen solchen Unterricht nichtauSschlicße, sondern voraussetze, ist durch ssich selbstklar. Als Begleiter Barnabas, Paulus und Petrus,als ihr Evangelist und Ausleger mußte Markus vonAnfänge seines Amts an ein apostolisches Evange-lium wissen und haben; diese Ansicht der Dinge in