»2 Regel der Z u sammenstimm ung
A 3 —45. 22, 1—14. 23 , I— 3 g.) Vom letztenschrecklichen Weh gegen die Pharisäer schweigt alsoMarkus; in den harten Gleichnissen, die er anfüh-ren mußte, laßt er das härteste Schlußresultat,gleichsam noch ausgeschobcn, aus. (Matth. 21,42—44.) Gewiß tdat es einem Juden weh, denSturz und die Verwerfung seines Volks zu melden;und warum sollte mans zu frühe thun? Wir wissen,mit welcher Empfindung selbst der Heiden-ApostelPaulus an entfernte Römer davon redet. (Römerio. 11.) —
4. Hiemit hangt zusammen, daß b e i Mar-kus jeder Schein vermieden wird, alsob Jesus dem jüdischen Gottesdienstentgegen gewesen, oder Veränderun-gen in Gebrauchen habe machen wollen,Die sogenannte Bergrede (Matth. 6 — 7.) hatMarkus nicht; nicht den Ausspruch über die Ehrlo-sen , (Matth. 19, i» — i2.) über Barmherzigkeitund Opfer, (Matth. 9, i 3 .) über den Sauerteigder pharisäischen Lehre, (r6, 11. 12.) das Hände-waschen; (i 5 , 12 — 14.) noch weniger die Macht,die Christus dem Petrus zu geben scheint, die auchLucas nicht kennet. (Matth, 16, 17 — »9.) DieConstitution einer eignen Gemeine ist ihm fremde,(Matth. i 3 , ifi — 20,) Die traurige Weissagungüber den Untergang des Tempels wird bei Markusnur den Vertrauten gesagt, (Marc. r 3 , 3 .)und in mehreren Ausdrücken die Nation gcschonet,(Matth. 24, Ao. 27, 25 . u. a) Auch die ausmah-lendc Parabel vom letzten Gericht des Wellrichters(Matth. 25.) hgt Markus nicht; so wenig als andre
.MM /--rWr.