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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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2a Regel der Zusammcnstimmung

Schriften der rindern Evangelisten. Lasset uns die-sem sondernden Strahl folgen.

1. Markus fangt von der TaufeI o h a n n e s an; die Genealogie, die Geburts-umstande Jesu sind ihm fremde. So auch Johannes,und nach der Angabe, Lucas (Apost. r, 1.22.) wardies der eigentliche E v a n g e I i e n - U m r i ß.Wenn also Matthäus und Lucas eben in diesenStücken (Kap. i. 2.) die größeste Divergenz undnoch unaufgelosete Knoten haben: so zeigen die an-dern beidcn, daß dicfe Nachrichten im erstenKreise des apostolischen Evangeliumsnicht begriffen gewesen, daß solche zuneuen Zwecken in die spateren Evange-lien ausgenommen sind. Dem alteren Evan-gelium liegt also nicht daran, wenn ihre Knotenauch nie aufgelöset würden.

2. Die Geschichte der Taufe Johan-nes erzählt Markus kurz und bündig;durch Anführung der Stellen aus den Propheten,knüpft er den Täufer an das alte Testament underklärt seine sonst unverständliche Elias-Er-scheinung. Markus Evangelium weiß nochnichts von der Weigerung Johannes, Jesum zutaufen, (Matth. 3 , 14. i 5 .) wie er auch dessenGesandtschaft an Christum, ob er der Messias sey?(Matth, m, r19.) nicht anführet; Umständederen Erzählung offenbar in spateren Evangeliendie f 0 rtdaurendc I 0 h a n n e s s ch u l e demEhristenthum nöthig machte. In den ersten Zeitenbekümmerte man sich wahrscheinlich um diese noch