unstet Evangelien.
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fachen Grundsatz: „Markus Evangelium istnicht verkürzt, sondern ein eigenesEvangelium. Was andre mehr und an-ders haben, ist in ihnen dazu gekom-men; nicht aber in Markus ausgclassenworden. Mithin ist Markus Zeuge einesursprünglichen kürzern Aufsatzes, zuwelchem das Mehrere der Andern, alsdas, was es ist, als Zugabe zu betrach-ten Ware" Ist dies nicht die natürliche Ansicht?Ist nicht das Kürzere, das Schmucklose, gewöhn-lich das Frühere, dem sodann andre VeranlassungenNachher Erläuterung, Fülle, Rundheit hinzufügen?Daß dies bei Markus gegen Matthäus undLukas der Fall sey, ist augenscheinlich, wenn witauch vom Verfasser nichts wüßten. —
Nun aber, da dieser uns als einer der ältestenJünger, und das Haus seiner Mutter als der frü-heste Zufluchtsort der Christen in Jerusalem bekanntist, (Apost. 12, 12.) da wir ihn als einen Schüler,Begleiter und Dollmetscher Petrus, als einen war-men Anhänger des älteren Christenthums kennen,der dem hellenisirenden Paulus sich nicht allenthal-ben bequemen wollte; (Apost. i 5 , 37 — 39.) solltenwir nicht auch in seinem Evangelium ein Bildjenes ur ältesten palästinischen Ent-wurfs, unvermischt mit später vekanlaffeten Zu-gaben erwarten. So stünde dann das EvangeliumMarkus nicht für sich in eigenem Licht da, son-dern würfe auch einen sondernden Strahl auf dis
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