unsrer Evangelien. i3
und nachher geprüfter alle Apostel in ihre Briefensagen. —
Nimmt man diese Dinge zusammen , und führtsic auf die simpelste Form zurück, so hat maneinen Umriß von dem, was zum erstenEvangelium aus dem Munde der Ev a n-gellsten gehören sollte. Es tragt seinen In-nern und äußern Erweis mit sich; den äußern,da selbst alle Zusatze unsrer drei Evangelien, die inverschiednen Gegenden abgesaßt sind , diesem Typusdergestalt getreu bleiben, daß aus ihm selbst vondiese» Zusätzen Ursache gegeben werden kann. Derinnere Erweis liegt in den Kennzeichen desMessias, in dem angenommenen Kanon, daßund woher Jesus der Christ sey, der uns auch inden andern Schriften des neuen Testaments vorliegt.Die größcste Schwierigkeit also: „woher stimmen
diese in den Umständen jedes Vorfalls so verschieden-erzählende drei Schriften im Wesentlichen und oftin Worten miteinander so genau zusammen?" ist,wie mich dünkt, gehoben. Alle drei waren nurEin Evangelium, nach Einer Regelverfasset, aber dem mündlichen Vertrage,der eigentlichen E h c i st v e r k ü n d ig u n güberlasten, weil an neue h e i l i g e S ch r i ft e irdamals von Niemanden gedacht ward. Gäbe csnoch weit mehr Abweichungen in den Evangelienals diese, so dürften wir uns darüber nicht ver-wundern ; bewundern müssen wirs vielmehr, daßsich in so verschiednen Fortpflanzungen derselbe Ty-pus, (die drei Beurkundungen, die der Traditionvocgezcichneten Wunder und Reden Christi) so ein-