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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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unsrer Evangelien. n

ders als nach jüdischem Begriff gege-ben werden : denn die ihn gaben, waren Juden,und der ganze Begriff eines Messias gehörte diesemVolke. Stillschweigend mußte also ein Kanonvon Merkmalen: ,,das sollte der Mes-sias seyn und thun/' dem Evangelium zumGrunde liegen; ohne solchen war keins möglich.Worin diesen Kanon die Apostel setzten, sehen wiraus ihren ersten Vorträgen (Apvst. 2, 22 36 .3 , i 326. 10, 36 43.) und aus den Evan-gelien selbst. Merken wir auf ihn, so liegt derGrundriß des ältesten Evangeliumsvor uns. Es sind nämlich:

1. Drei Beurkundungen Gottes überChristum, bei der Taufe, bei der Verklarung unddurch die Auferweckung von den Tobten. Unferndrei Evangelien sind diese Begebenheiten am An-fänge , in der Mitte und am Ende der Laufbahndie drei Hauptpfeiler der Geschichte. (Matth. 3 ,27. 28. Marc. 1, 9. r6. Luc. 3 , 9. 24.)

2. Wunder, die Christus an allerlei Kranken,ln der Nahe und Ferne, verrichtet; sogar Erweckun-gen vom Tode. Alle drei Evangelien erzählen der-gleichen viele, bezeugen, daß ihrer noch weit mehreregewesen, halten sich aber, vhngeachtct jeder mitveränderten Umstanden erzählet, größtentheils a ndieselbe Wunder; ein offenbares Zeichen, daßdiese von allen erzählte Geschichten gewählt undin den Kreis der mündlichen evange-lischen Erzählung gebracht waren. Demkurzen Markus fehlt nur ein Einziges von den