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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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10 Regel der Ausammcnstimmung

kreis der Begebenheiten, bieder Weltzu Darstellung der Verkündigung, daßJcsuS der Christ sey, nöthig waren,damit man nichts Ungehöriges hercinbrachte. DieserUmkreis ist von Lukas deutlich anqezeigt; (Apost. r,i. 2. 2>. 22.) es war die Zeit von der Taufe Jo-hannes an bis auf den Tag, da Christus seinenFreunden entnommen wurde. Auf diese Periodeerstreckte sich das Zeugniß der Apostel; weiter woll-ten sie nicht hinausgehn. (Apost. i, 21. 22.) Indiesen apostolischen Zeitraum schränken sichMarkus und Johannes ein > wahrscheinlich hielt sichin ihm auch das frühere hebräische Evangelium; undLukas selbst, ohngeachtet dessen, was er von derKindheit und Jugend Jesu voranschickt, macht so-gar chronologisch merklich, daß von dieser Zeit ei-gentlich sein Evangelium ansange. (Luc. 3 , 1.) Un-statthaft ist also die Hypothese, als ob der ältesteEvangclienaufsatz aus hin- und herfliegenden Ge-rüchten entstanden sey. Der Gewohnheit nach be-schäftigen sich diese am liebsten mit kleinen Zügenaus der Privatgeschichte ihres Helden, mit Anek-doten, die eben aber das Evangelium der Christen-heit mit fester Hand von seinem Umriß sonderte undausschloß. *)

Zweitens. Die Verkündigung, daßJesus der Christ sey, konnte nicht an-

*) Aus den apokryphischen Evangelien und den Zu-sätzen zu Matthäus sind uns einige aufbehalten.Sie wurden ausgesichtet.