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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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6 Regel der Z u sam m enstimm ung

r 5 .) Das Christcnthum mußte vom Judenthumvöllig getrennct seyn, wenn außer dem alten Testa-ment heilige Schriften in der Versammlung gelesenwerden durften; neue schriftliche Evangelien, wovonsie auch handeln mochten, waren als öffentliche Le-sung dem heiligen Gebrauch und dem Begriff deswerdenden Christenthums selbst entgegen.

5 .

Die ersten Schriften des Christcnthums warenalso Briese; (Apost. i 5 , 20. 3 o 3 i.) brüderlicheoder väterliche Zuschriften, die die Stelle einer leben-digen Anrede vertraten, in denen aher die Verfasserihr und Gottes Wort unterschieden. So lange manim Ehristenthum jüdisch dachte, setzte man dieseBriefe mit dem alten prophetischen Wort nicht inEine Classe; kein Apostel, der ein Jude war, schriebsie in dieser Anmaßung. Vielmehr verwiesen alle,selbst in Beziehung auf das, was sie mit Christoerlebt hatten, aufs Gesetz und die Propheten. (3Petr, r, a6 21. 2. Tim. 3,14 17.) MitEvan g el i e n sch r ei b cn sieng also das Christen-thum nicht an, sondern mit Verkündigung vergan-gener und zukünftiger Dinge, , ccnoxoe-

-.uchi-s) mit Auslegung, Lehre, Trost, Ermahnung,Predigt.

6 .

Wir dürfen uns also nicht wundern, wenn inder Apostelgeschichte zwar auf allen Blattern vonVerkündigung, nirgend aber von schriftlicher Ab-