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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Beilagen.

und einzelne Striche bringen uns das Ganze wie-der vor. Die Idee des Bildes ist Moral: dieZusammensetzung eine Situation der Menschheitund des Lebens: die Farbe des Bildes ist Re-ligion : so ist also seine Predigt ein vollständiges

Ganzes.

Ich kann keins dieser Stücke allein betrachten:denn er tragt mir keins allein vor: nicht erst Mo-ral, dann Charaktere, dann ein leichtes Teint derReligion darüber: wie die heidnischen Sittenlchrerauf christlichen Kanzeln. Nein! die bedeutungsvolleIdee des Bildes, die Moral, wird durch di-Zügesichtbar, die er aus dem menschlichen Herzen undbürgerlichen Leben hernimmt: und jeder Zug er-

scheint in dem strahlenden Glanze der Religion.Eigensinn ist cs also nicht, wenn ich sage: wenner mir Eins raubte, so hätte ich nichts.

Wie soll ich nun müde werden ein Bild zusehen, in dem alles voll Bedeutung ist: das An-

schauen gebiert Wollust, denn ich fühle es, daß ichdie Großheit und Würde und Einfalt fasse, die dieschöne Natur ist: und jedes Anschauen gebiert neueWollust, so lange ich neue Züge entdecke, wodurchich mich der ganzen Idee nähere, die der Künstlerdachte. Diese Idee Gottes ist die Moral, hätteich sie von Ewigkeit her gesehen, daß kein Schat-tenzug mir fehlte: so könnte ich sagen: ,,die ewigeMoral!" Aber nun ist jeder Augenblick, da ich»ine Pflicht anscharrend erkenne, ein süßes