Beilagen.
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Die Andacht muß nicht höchste Anstrengungund Leidenschaft, sondern dies ein Ton derSeele fern: und dieß ist selbst dem sinnlichsten
Menschen in einem kleinen Grade möglich. Wennzwei Brüder sich vor den Augen des Vaters, nacheiner langen Trennung umarmen, so giebt seineGegenwart ihrem ganzen Gespräche Ton: wie,wenn nicht zwei, oder drei, sondern zehn, hundert,tausende wie Brüder, vor den Herrn treten undein Herz und e i n e S ele werden : vereint hinknienund beten — und er der Allgegenwärtige alles durch-strömt, und in die Seele schauet und wirket — soöffnet sich die Seele, und wenn eine mystische Ent-zückung Schwärmerei, Selbstbetrug und Schade wird:so ist dieser stille Ton der Seele, da siesich untadelhaft vor dem Auge der schauenden Gott-heit erhält, gleich einem stillen See, der auf einenbelebenden sanften Hauch des Abendzephyrs wartet.-— Jetzt wecke ich den, dem ich zu schlafen befahl,auf, und kann mein voriges Wort bei mir selbstkaum verantworten.
Der Mann, an dessen Munde ich hange, waszeichnet er nun auf die offene Tafel meiner Seele,wo ich alles verwischt, und wo das Andenken anGott die Oberfläche zubereitet und weich gemacht:keine trocknen Sittenlehren und geraubten Lebens-regcln: die haften nicht: er schreibt keine Worte aufsie: sondern grabt, in sie ein Bild: ein Gcmahlde
mit allen seinen Zügen: das nie völlig verlöschen
kann, wenigstens bleiben Spuren auf dem Grunde,