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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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470
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Beilagen.

alles dies: der ist nicht mein Freund, der michstören will: der kann lieber schlafen.

Nun hat er seine Situation angelegt: ver-traulich! wichtig! ich will ihn keinen Schrittverlieren; ich will ihm nicht Nachdenken, mitihm denken will ich; er soll sprechen, was ich ebenjetzt und sonst nie gedacht habe, und nie ver-gessen will. Jetzt bin ich mit ihm ganzallein: meine ganze Seele ist Auge: um so vielschmerzhafter und widriger, wenn mir eine fremdeStörung in dieß starre, betrachtende Auge entgegenfahrt. Ich wollte sagen: so wie ein Algebraist,Wenn er auf den Flügeln seiner Ideen sich ins Un-endliche setzt, ganz Gedanke wird; aber dasGleichnis paßw überhaupt nicht; denn hier zieht sich^die Seele zusammen, dort scheint sie sich auszudchnen.Aber dort fühlt sich der Geist schwach, und daßseine Erweiterung wieder zurücksinken werde : wohl!hier stützet mein Seelsorger meine Aufmerksamkeit:sie wird Andacht. Ich bin mit ihm nicht soauf ein gutes Ungefähr zusammen: wir sind nicht

allein zusammen: Gott ist um mich! Hier

fühlt die Seele einen Tropfen von dem Schauder,der sie durchströmt, wenn sie, als ein neugeschaffenerEngel, einst vor Gott tritt! da dieser HöchstsGrad der Andacht nur ein A u g e n b l i ck ist: sowünscht man sich diesen Augenblick, lieber nichtsvon der Religion gewußt zu haben, um jetzt mitkincmmal von einem Menschen ein Ehrist zuwerden; allein der Wunsch ist unmöglich.