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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Beilagen.

ein trauriges Zwischenwort; wie wir meistens vonZugend auf zur Andacht gewohnt werden ? gewöhntwerden, sage ich, wie man den Hund zum Dienenund zum Erwarten eines Buchstabens gewöhnt.Sey andächtig!" sagt man dem Kinde, und dafaltet man Gesicht und Hände die ernste, feier-liche Grimasse, aber auch nicht mehr als Grimassegeht von Gesicht zu Gesicht, von Seele zu Seeleüber; und da das Kind doch nichts denkt: so wirdAndacht freilich nichts als ernster Leersinn.

Und, meine Minna, fuhr Agathoklcs fort, sogehts weiter. Der Knabe wird in die Kirche ge-führt:sey andächtig!" Und nun stehet er dasgothische, dunkle Gebäude, die Menge Volks, diesausende Windorgel, den feierlichen, lahmen, ein-tönigen Gesang; die Kleidung, Ton, Sprache desPriesters das Getöse der Glocken dumpft ebendrein hinzu: Kirchhof, Gräber, Gewölbe sind nebenan! Von Gespcnstererscheinungcn in und um dieKirche, und zwar auf die gothische Weise, istüber-dcm seine Seele voll: die Kirche ist vielleicht auchgar mit Todtendampf, wie mit feierlichem Weih-rauch, erfüllet alle die dunkle, grausend-glänzend-abcrthcuerlich-gothische Vorstellungen sinken zum trü-ben Bodensatz in seine Seele. Jedes neue Gefühlder Andacht regt sie auf, oder Er, der nun garin Angst der Seele wider Willen andächtig seynwill, oder soll, schüttelt sie mit Gewalt auf!Sein Lebcnlang bleibt das Gefühl ihm Andacht!

Nur gleich den dritten Schritt, mein Freund.Freilich geht leider! das Gefühl des Andächtigen