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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Beilagen.

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oder zu lange anhalt, überhaupt, wenn sie Gestalt,Lage der Seele würde mich dünkt, die Gestaltwäre nicht die beste! Es würt, mit dem Ausdruckunsers Freundes zu reden, endlich in ihr nichts alsHohle, Kluft! Man glaubt was zu ahnen, dunkelvorzufühlen, oder zu überschauen und fühltnichts. Das ist, was Rosse au sagt, Andacht istdas Opium der Seele.

Vielleicht übertrieben: aber im Ganzen ist dieWürkung der Andacht, wenn sie falsch oder erzwun-gen , oder zu lange ist, gewiß das. Ist, nachunsrer Voraussetzung das feierliche Intuition:so sey der Gegenstand ja der Intuition fähig undwürdig: sonst wirds nur Intuition ähnlich, Täu-

schung , Gedankenleere. Jsts gar nur Vorgefühleiner Intuition erst, Ahnen eines erhabnen Gedan-kens : der aufregende Bote, der seinen Herrn mel-det, soll uns bereiten, nicht aber so betäuben, daßwir ihn statt des Herrn oder den Herrn gar nichtempfangen. Jsts endlich immer mit einer Art vonStemmen des Gedankenstroms, von Aufenthalt desnatürlichen Gedankcnlaufs der Seele verbundenein gewaltsamer Zustand! Er komme nicht zu oft!Er sey nur Moment des Ueberganges, Zwischenlichtoder Zwischenschatte: sonst thut er widrige Würkung,macht die Schwindclköpse, die leere, hohle, dummeSeele, die man, zur Schande des Worts, An-dächtige oder Kinder des Lichts nenntlassen Sie uns das auf die Sabbathfeier anwen-den.

Zum Voraus erlauben Sie mir, sagte Minna,