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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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An Prediger.

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Kaisers Hofgesinde sogar, um das so recht zeit- undortmaßig anzubringcn, das Christenthum in nichtsals des erlauchten Seneka Moral einzukleidcn, wenner schon damals blühete, oder Paulus ihm nichtzu alt gewesen wäre! aber thut er das? Glaubtman denn, daß seine Briefe an Römer, Ephe-ser, Korinther, seine Predigt an die hochge-lehrten Athenienser, die des ganzen

Kreises der Erden vergebens an uns gekommen sind?Und um aller Götter und Weisen willen in Rom,Athen und Philippen und am Rande der Ende,sind diese Briefe, ist diese Predigt, ihr Gang,Inhalt, Zweck, Zusammenhang und We-sen, eine moralische Abhandlung über Recht-schaffenheit aus recht guten Beweggründen, überxa^oxcr/ttZ-eo: der Seele und leidliche Menschcn-und Bürgertugend, so auch um Gottes willensind sie das? Ich rede hier von keinen letztenVersen, und allerdings auch nöthigen solchen Be-weggründen und Pflichten: sondern (wer könnte dasnicht unterscheiden?) von Zweck des Briefes!Zweck aller Briefe! Geist des Amts!

.Was hatte ich noch für große Vorbil-der und Winke anzuführen! Wie u »ermüdet dergroße Apostel war, vor sich immer hin, und nim-mer zurücksahe; wie er sich zwischen dem Tadel seinerPerson und seines Amts weise, demüthig und stolz!stolz und demüthig verhielt, wie sein großes Vor-bild! Mit welcher Strenge er Sitten bessert,Ordnung herstellt im Gemeinen, und sich auf Dingeeinlaßt, die ein großer Geist unsccs Zeitalters wahr-