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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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An Prediger.

es darin gesagt gefunden? und kanns nur, wennSnicht ein Nöthbeweiß und ein so übler Zeit-geschmack gewesen wäre, darin gesagt annchmcn?und welch unwissendes Volk, das sich über einensolchen seinen Beweiß entsetzte! wer lächelt nunnicht darüber, wie über den clendallegorisirenden,fast wie Philo träumenden Paulus, und wieüber den elendcitirenden Matthäus, dessen ersteKapitel also auch deßwegen unächt seyn könnten!Wie wenig ist sich also auf den Excgeten Christuszu verlassen, wenn eransängt von Moses undallen Propheten, und legt ihnen alle Schrift aus, dievon ihm gesagt war," wenn er sie nemlich alleso, wie diese, und die Jünger seiner Schule, Mat-thäus und Johannes ausgelegt? Aber branntenicht unser Herz in uns, als er mituns redete auf dem Wege, als er unsdie Schrift öffnete? und o wer eine Stundelebendigen Unterrichts aus dem Munde des -Einfäl-tigen genossen hätte!

Und wie Christus überhaupt seine Jünger undkünftigen Lehrer der Welt, als vornehmsteeinzige Sorge seiner Lehrjahre bereitete! Er schriebkeine Bücher, so wenig als Sokrates: und selbstseine Tenophons und Platons faßten sich kurz:denn sollten, sagt der Eine,alle die Dinge Einsnach dem andern beschrieben werden, achte ich,die Welt würde die Bücher nicht begreifen, diezu beschreiben wären!" Welch hohes Ideal,das er ihnen allweg von ihrem Amt undStande giebt! Lichter der Welt! das

Salz