Zwölf Provinzialblatter.
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Wenn eine Gesellschaft gemeinschaftlicher Die-ner , an Einem Worte Gottes, sich auch hier übergemeinschaftliche Pflicht vereinten, diese offenbarenLücken zu füllen! Dieser hat P r e d i g c rg a b e n,jener glaubt sie zu haben, und hat keine bessere:er predige! Ein anderer, jetzt da das Predigcr-panicr allgemein aufgesteckt ist, ein elender Prediger,für leere Stühle; aber ohne die Einkleidung einguter Schriftauslegcr würde er seyn— eineGabe, die mancher dem Talente der Hauptpredigcrvorziehen dürfte. Er lege Wort Gottes aus,ohne daß er seine Gabe in ein schlechtes Redner-schweißtuch hülle. Ein dritter ein K i nd e rl eh r c r,und Geschichterzähler im hohen Verständedes Worts! Heil ihm, er wird Wort Gottes er-halten , Glaubenslehre dahin zurückbrin-gen, wo und wie sic erwuchs: er wird, wieder Menschenfreund Johannes, für alle Alteralles werden — ein edler Evangelist! DerEine hat gleichsam mehr Sinn für den Gott inder Natur: seine Kenntnisse und Lieblingsnci-gungen gehn dahin — das ist sein Amt. Ein an-derer für den Gott der W u n d e r g e sch i ch te undder Offenbarung Jesu: Einer Licht, der An-dere Warme — wer ist Paulus? wer istApollo? hat er nicht Etliche gesetzt zuEvangelisten, Hirten, Weissagern,nach dem Mancherlei ihrer Gaben? Undwarum denn Eine Form? und Eine Art in dieForm zu gießen? Und was wäre für unsre Zeitennöthiger, als die mancherlei klare Vcrtheilung dcSTagewerks? Und für die, so dienen am Worte soHerders Werke z. Rel. u. Theol. X. D d