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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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An Prediger.

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wenns Wahrheiten der Offenbarung betrifft,Dogmatik nur aus der Bibel seyn könne! daßhier nicht blos eine Bahn der Fußstapfen so vielwürdiger Männer vorliege, die doch auch vor unswenigstens ein E i l fz w ö l fth e i l mit Sorg-falt die Bibel absirahirt, und die unter dem großenHausen jetzt wirklich zu sehr verachtet werden, son-dern daß vielleicht eine Zeit bevorstehe, da Dogma-tik, d. i. philologisch gesammelte Phi-losophie der Bibel so ein Modestudium seynwerde, als man jetzt von ihr ablenket! Es wäreauch wahrlich kein Werfall der Theologie, wenn siemit reiner Helle und Wahrheit den nur dämmern-den Predigtton etwas verdrängte!

Allerdings können und müssen hiezu noch Pre-diger beitragen, wenn Bibel ihre Sache ist. Wieviel wird nicht gepredigt! und nur immer und im-mer auf Eine Weise Einerlei gepredigt! an manchenOrten Jahr aus Jahr ein, alle Wochentage, oftfür ganz leere Bänke! hat man denn nicht bemerkt,daß, wie aller einseitige, einförmige Wortrag soauch der ewige Predigtvortrag, zumal nach derMundart, u n v 0 l l k 0 m m e n sey? Dieß schließter beinahe ganz aus, jenes nimmt er nur seitab:das meiste hüllt er ein und umflichts mit Erbau-ungslaube und doch ist, durch ein Ueberbleibfelvon Mönchswahn, predigen, erbaulichpredigen, des Predigers fast ganzes Amtund Pflicht geworden. Daher denn dergleichenkommt!

Wenn