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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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An Prediger.

weit hat sich nemlich der Horizont, auf den sichdie symbolischen Bücher beziehen, verändert? wieweit sind Suchen mehr erläutert, oder erfunden,oder erwiesen, von denen mein dort nicht wußte,oder die mein voraussetzte, und dabei kein 'Arghatte — kurz, wiefern hat sich wirklich der Bo.den geändert, aus dem dort die edle Dekenntniß-pflanze erwuchs, und die unsre erwachsen soll?Geist des Gewachses bliebe voraus gesetzt,noch immer derselbe, dort das reine Wort Got-tes, wie hier, Säst und Kraft in den Adern, unddaß es ja hier so ein reiner Saft bleibe, alses dort wahrhaftig war. Aber wie weit kann undmuß sich nun das Gewächs mehr ausbilden, andereRichtung nehmen, sich andern schädlichen Lüstenentgegcnwapnen und stärken u. s. w.

Ich sehe nicht, was klarer, angenehmer, ru-higer ausgeführt werden könnte, als dies? und dochweiß ich auch nicht eben, wer von den Rufern da-gegen es also ausgcsührt habe? Stehet man mitLuther nicht mehr aus Einem Grunde: ist GottesWort nicht das einige Principium des gan-zen Glaubens: so gehts gerade auseinander. Istdas aber, warum sollte sich nicht jeder frei erklärendürfen? Er thäte nichts, als was jeder symboli-sche Lehrer thun muß, die Bücher aus ihrerZeit auf die unsre anwcnden: und also im

Unterschiede beider Zeiten, dessen was sie brauchenund was sie geliefert, bestände der ganze Symbo-lismus und Antisymbolismus, und wennalles Wortgcschwatz ins Allgemeine wcgfällt, sindbeide ruhig aus Einem LHr'go.