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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
Entstehung
Seite
397
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Zwölf Provinzialblätter. 2Z7

Kein Mensch in der Welt verlangt, daß sym-bolische Bücher Norm des Denkens und des Glau-bens seyen, als ob wir noch alle jetzt vor KaiserKarl V. glorwürdigsten Andenkens stünden unddie Personen der Zeit verwandelt waren. >— Beieinem Glaubensgrunde! Bei einem Glaubenund einhelliger Denkart drücken wir uns jetzt andersaus; die Zeit hat andere Sekten und Gegenständeder Anwendung erhoben: die Symbole jetzt gestelletmüßten so zeitartig werden, als stes dortwaren. Ueber das alles ist kein Streit. Wer hatanbefohlen, „ihr sollt Augsburgische Confessio» inder Gestalt, mit jeder kleinen und großen Rich-tung jetzt verkündigen! — Sollet aber die Kon-fessionen im Geiste ihrer Zeit fühlen, undwenn ihr des Glaubensgrundes, des Sinnes undGlaubens seyd, als Luthers eurer Zeit, sie an-wenden , wenn ihr von der Konfession seyn wollt:das ist das einige, und natürliche Forderniß, icksnixav iäsin. Seyd ihrs nach sorgfältiger Prüfungnicht — wieder wesentlich oder unwesent-lich — Lehrer der Symbolik, Konsisto-rien sollten euch die Grenzen deutlich bestimmen— ihr scheidet euch von dem Glaubensbe-kenntnisse, bleibt Christen, oder was ihrwollet. Dem Frieden, dünkt mich, nähert mansich hier allein, wenn man sich der Hellenähert.

Aber symbolische Bücher sind noch etwasanders. Denkmale des Ursprungs, Insig-nien, auf denen zum Theil Religionsfreiheit, Friede,Stand und Wohlfahrt ruhen: historische Ehrenmo-