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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
Entstehung
Seite
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Bücher, daß sie kasual sind, d. i. aus Zeitbedürf-nissen entstanden, Zeitmiktel brauchend, auf zeitigeZwecke strebend. Auf die Weife (man lefe dieSchriften Luthers die Lange hinunter!) war dieganze Reformation kasual: jedes Wort undSchimpfwort Luthers flog wie ein Pfeil zumZiel, und einen Augenblick ihn als den unbestimm-testen Schwätzer, das Trödelding für alle Zeitengedacht, der ganze Luther ist verschwunden!

Also können wir auch die symbolischen Büchernicht höher ehren, als wenn wir sie kasual er-klären : wie der Naturlehrer Thier, Baum, Pflanze,alles Ding an feinem Orte: wie der Gcschichtlehrerjedes Ereigniß, jede Begebenheit an ihrem Orte:wie der Bibclcrklärcr jeden Spruch, jedes Wunder,jeden Schritt der Haushaltung Gottes zu seinerZeit und an seinem Orte. Das vollkommenste Col-legium über die Symbole ist das lokalste,am meisten zeit- und geschichtmaßige: dadurch wirdman in den wahren Geist der Bücher versetzt,und lernt ihn vom bloßen Zeitkörpcr, odergar nur Aeikkleide unterscheiden. Und dasdarf man nicht blos etwa: man muß: man

solls, ohne Neid und Streitsucht: denn manthuts ja bei der Bibel zu förderst.

Und nun nach dieser unwiderfprechlich Einigen,das ist, Zejterklarung: nun hatte man erst Anlaßzu fragen: wie weit das unsere Norm sey?

Auch noch nicht wieder aus allgemeinen Gründen,die hier noch nichts entscheiden, sondern aufs strengstehistorische und treuste dogmatische voraus. Wie