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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Z w ö l f P r o v i n; i a lb l ä t tc r. Z9 o

offenbarende Gott das menschliche Erkenntnis? vonZeit zu Zeit g e fö r d c r t, aufgeklärt, ent-hüllet — Beweise und BorstellungSarten jederLebre noch dem Gonge der Offenb a-rung hinunter — an jedem Orte würde ich aufStelle, Licht und Nebenbedeutungmerken, und also endlich mein Bündel Lehrenallein und ganz aus der Bibel haben. Nunin der Geschich te dcr Kirche: was Jahr-

hundert nach Jahrhundert diese orthodoxe und hcte-rodoxe Ketzerei für Spaltungen gemacht, Zusätze undFortwüchse bekommen — bis wo wir jetzt sind.-Nun in der Anwendung derselben für Pre-diger: was uns jetzt nah und entfernt,

welche Ketzereien ausgestorben, welche M i ß-deutunqen fern von uns, welche Z usatzeund N e b e n b c st i m m 11 n g e n also minder brauch-bar — woran wir uns aber im Gegciuheilc, nachForderniß der Zeit, nach Licht und Zusammenhangder Schrift desto mehr zu halten haben! — DasAlles hell und klar; denn ich weiß nicht, warumes anders getrieben werden müßte? Ich glaube,würdige Theologen treibens jetzt so, und daß alleTheologen es also treiben sollen — freilich daswäre ein guter Wunsch und noch besser Streben undBeitragen, daß es dahin komme; irren aber würdemich das letzte an der g a n z e n Le h c e , Kunstund Wissenschaft so wenig, als ich ja keineWissenschaft kenne, die nicht auch ihre oft berühm-ten Stümper nährte. Helsen, supplircn, Licht for-dern würde ich und wenn ich konnte, Licht geben;nicht aber die Wissenschaft verschalten! — „Border und jener Neben-Erklärung muß er sich ja