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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Zw ö l f P ro vin z i a lb l a tte r. 379

kannten Bewegungsgründen bei einer Gattungvon Menschen eben so wenig ausrichte, als beiderandern aus blos harter, drückender Auto-rität ! Daß ein ewiges Philosophien über dasx«Xov x cr/cr^ov der Tugend oft fliegendes Spin-newebe ftp, fein und schön, aber nicht bräuchlich—nicht die Kräfte der Seele bewegend, die bei demgroßen, ehrwürdigen Haufen Volk erregt werdenmüssen, wenn etwas wirken soll. Dieß Volk, nochnicht zu Naisounement gebildet, glaubt undhandelt: nimm ihm den Glauben, dein ewigRaisonnemcnt kann nichts ersetzen und hat ge-schwächt, hat verdorben! Aber gieb Kindernund Menschen Ein Wort Gottes, stark ge-glaubt, anschauend erkannt, unmittelbar imVorbilde aufs Herz, zur That strebend: es thut!— Der elende Menschenschauplatz, sich seine Pflichtzu ergrübeln, wird Schauplatz neuer Existenz,Thatigkeil, Religion Gottes!

Wer nun, ders unternimmt, den ganzen w c i-ten Kreis, die Tiefen und Höhen allermenschlichen Seelen auszumessen, wohin? wozu?und wie sic allein, am stärksten und dair-re ndsten dazu gebracht werden können und sollen?Wer, der nicht die sonderbarsten Vorfälle erlebthatte, woran oft Ruhe und Pflicht dieses undfast jedes edlen, zarten Herzens hange, wenn mannur jedem so tief käme! Rennts Aberglauben!Dichtet euch philosophisch-utopische Götter, die obenim seligen Aether unwirksamer Spekulation lebenund doch handeln — im Worte Gottes finde ich