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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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aber sehe, waren seine Offenbarungen nicht immerund fast nie moralische Diskurse, Vor-träge, Predigten, die Pflicht oder Thema aufder Nadelspitze mit sich führten. Samenkörnerwarens, die auf mancherlei Weise verhüllt undgcsäet, viel in sich hielten, was erst ein Zeitverlaufund oft ein langer Zeitkauf entwickeln sollte: ausdem Verfolge entwickelnder Zeitenbesteht die B i b e l.

Wie sich nun immer -Moralisten und Akcoa-matikcr beschweren mögen, daß Gott sein Wortalso und nicht in Dogmaperioden, oder k a-tonischen Distichen gcoffenbart: der Predi-ger, das ist, Lehrer des göttlichen Worts,läßts, wie es ist, freut sich dessen und brauchts,wozu cs gegeben ist, so vollständig als erkann! dadurch allein wird er Prediger des WortsGottes, göttlicher Offenbarung.

Bei Kindern wachst aller Unterricht aus Er-fahrung und Geschichte: jene öffnet Aug

und Sinn, diese Ohr und Gedanken: der Reli-gionsunterricht thue also beides. Was einKind faßt, ist nur That fache, lernts also imLeben den guten Gott in der Natur und injeder L e bens b cziehu n g, die sich für sein zartesAlter öffnet, fühlen und schmecken, wird Gottes-furcht von Kind an sein Eden, wie Tugenddie Ordnung seiner Gesundheit und Freude; wasnun die Stimme der Eltern, mit Göttlichkeit desAnsehens fast, hinzu thun kann, ist allein Ge-schichte. Gott hat das Menschengeschlecht im