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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Zwölf Provinzialblätter. 371

nicht gilt? wenn sie nichts hilft und man auchnicht absieht, wie sie helfen kann ?. .. Die Stimmehat wenig Aether, wo sie ertönet! Die Weisheitund Tugend kein Medium, in dem sie würket! Ent-gegen stehen schlimme Gewohnheiten, herrschendeSeuchen, Vorurtheile und Laster, die Mode desJahrhunderts oder gar Bande des Staates sind!Ins Wasser gesaet, und sich damit denn getröstet,„du säest doch! es ist doch noch manches Gutein der Welt!" oder den Mantel auf beide Schul-tern, Vorurtheilen gestöhnt, philosophirt, und übri-gens, sinsrs vnäsrn rnunclnna, sicut vaclit!

Religion, wahre Religion muß zurück-kehren, oder ein Prediger bleibt das unbestimmteste,müßigste Mittelding auf Erden. Wie kann sie aberzurückkommen, Wenns nicht Prediger, die eben mehrseyn wollen, als wöchentliche verordnet Philosophen,mit allen Kräften schaffen und fördern? Lehrer derReligion! wahre Diener des Worts Gottes! washabt ihr in unserm Jahrhunderte zu thun? D i eErnte ist groß! der Arbeiter, leider! sowenig. Bittet den Herrn der Ernte,daß er Arbeiter aussende, die mehr sindals Lehrer der Weisheit und Tugend: und nochmehr, helfet selbst!

Wie ihr helfen könnt, sehet, dazu ist auch die-ses Buch geschrieben — 0 daß es würkte! Gangdes Predigtamls — Beruf und Vor-bilder hält es euch vor: immer mit Verhalt aufeure Situation und unsre Zeiten — 0 daß es

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