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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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361
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Zwölf P r ov i n z i a lb l a t t e c.

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ahmen! jeder ruhige müßige Leib sie nachdammcrn !Ohne Leidenschaft! ohne Inhalt! ohne Feuer! ein-förmig wie die Tonnen! überall gleich gut, d. i.gleich mäßig und förderlich zu halten — das sindheilige Meisterstücke heiliger Reden ! Freilich Jesajas,Christus, Propheten und Apostel, selbst noch Lutherund alle gute Männer, die eine Kirche und Ge-meine hatten, so ihr war: die alle nicht so!

aber die Leute waren auch keine Redner! hattennur immer von Einer, gegenwärtigen,dringenden Situation Mund und Herzvoll! waren keine hohle Weisheitsköpfe für alleWelt. Wir aber sind geistliche Redner! Pre-diger! Tugendlehrcr! von ihrer Nachfolgein Geist und Wort und wie es sey, ein für alle-mal entbunden! lehren allgemeine Tugend vonunfern Kanzeln, in jeder eine ganze Moral, undnach einem andern angenommenen Lieblingssatz eineganze D o g m a t i k! damit, wie es heißt, wennein Ungläubiger, Heide, Jud oder Türke, im Faller nur eine Christenpredigt hörte, sogleich darausden Weg zum Himmel gerad' und glatt in sichhatte u. s. w.

„Seelsorger — Beichtvater!" der sich etwa umdie Seligkeit anderer kümmere! wer lacht nicht überdie abgelebte Trostformel? Und welch eine wohlpo-licirtc, zumal artige menschliche Gesellschaft wirdsie noch etwa in einem Wurzelfäserchen dulden?Der Prediger, der in einer Wortanspielung auf einlandkündiges Grcuelfactum, das sich auch keineObrigkeit zu bestrafen Mühe nähme, und wo er ihralso nicht ins Amt fällt, deutete — Pasquillant