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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Seite
359
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Zwölf Provinzialblatter. 35g

wenn wir mehr in unsrer Zeit bleiben wollen,kensäss der Marl-Aurele und Voltaire-Epikteleunsrer Zeit — die waren doch zu einem zeil ma-tz i gern Sinne gewählter! und sodann gewiß alleswie einförmiger, schöner, politisch-erwiesenec, undfür den armen Prediger trostreicher als jetzt. Nochnützlicher, wenn ihm auch Erecution zur Be-förderung seiner politisch - nützlichen Moral gegebenwürde.

Da sind denn nun, wic's jetzt ist, unsre Pre-digten so laue Ausführungen Eines Hauptsatzes,allweit wie die ganze Welt geworden ! Deklama-tionen, die als Kunstgattung, ich weißnicht wie tief, kamen, wenn sie nicht noch dieliebe Kanzel schützte. Kann man sich etwas Müßi-geres und Schülerhafteres denken, als ewige Trak.takionen ewig dunkler dämmernder oder schwimmen-der Begriffe! in eine Lieblingswendung, dieGemein ort heißt, immer neu und neu umher-gcgofsen, und mit dem weiten Predigermantel jede-Staubkorn wahrer Lehre verschleiert! Triviale, kraft-lose, tausendfach wiederholte Dinge, und doch wagtman sie mit Demosthenes und Cicero, undwahrhaftig zu ihrem Vortheil zu vergleichen. HeiligeRedner! Demosthenes und Cicero hatten Zweck!sinnlich einig gegenwärtigen Zweck! derihnen zugestanden wurde! auf den sie losredetcn, sodicht Hinanreden mußten, daß sie ihn ergriffen— oder es wäre besser gewesen, sie hätten der Zeitgeschlafen. Und was ergreift ihr? wen oderwas wollt ihr ergreifen? Eben den müßigen leerendämmernden Ton, das im ewigen l^ocus ooinwu-