Zwölf Provinzialblättcr. 337
meine Person, die hier im mindesten nicht in Be-tracht kommt, aber vermöge meines Amtszum Boten und Werkzeuge erhöhet, wie'skeiner meiner Zuhörer, ich aber an sie alle csseyn kann, darf und soll! Ich rühme mich keinesZauber um ganges mit Gott, aber auch kei-nes mindern Umgangs, als mein Amt for-dert , die Religion im Lichte und im Bildezu zeigen, sofern sie freilich nur eine gemeine, abernichts als die e d e l st g e m ei n e, die erwahl-teste Menschen natur zeigen kann, anderman eben sehe, daß die Religion nicht blvsmeinen Verstand beschäftige, sondern daß eben diesgöttliche Licht und Kraft der ReligionHaupt-Charakter meines Lebens werde
-ein Prediger, der also spräche — wer stünde
mehr im rechten Gesichtspunkte? wer redete mehrin seinem Amte?
Und doch ist das alles nur noch Individuum:individuelle Moral eines Mitglieds ist noch nichtStand!
Eben so wenig verursachet der eigentliche Zweckunscrs Amts eine partheiische Verbindung derer,die's bekleiden, eine Zusammenvcrschwörung (wieman ihm vorwirft) — Aber Vereinigung,Verbindung aller Glieder, die EinA m t b e k l e i de n, z u Ei n e r Parthei,imGeiste des Amts! Einverleibung zugemeinschaftlicher Lehre, Unterstü-tzung, Aufmunterung, worin cs auch seynmüsse — ist Satanas nicht mit ihm selbst Eins,Herders Werke r. Rel> u, Theost X» V